Persönliches

Rücktritt Pfarrer Gerd Sundermann

«Wer unter euch hat einen Knecht, der pflügt oder das Vieh weidet, und sagt ihm, wenn der vom Feld heimkommt: Komm gleich her und setz dich zu Tisch? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendessen, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe; und danach sollst du essen und trinken? Dankt er etwa dem Knecht, dass er getan hat, was befohlen war? So auch ihr! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.»

Liebe Gemeinde,

mit diesem Wort vom Lohn des Knechts aus dem Lukasevangelium antwortet Jesus auf die Bitte seiner Jünger, er möge doch ihren Glauben stärken. Es hat auch mich in meinem kirchlichen Dienst von Anfang an und nun auch bis zum Schluss begleitet und gestärkt.

Veränderungen in meinem beruflichen und auch persönlichen Leben werfen ihre Schatten voraus. In etwa 30 Monaten erreiche ich - so Gott will und wir leben – das sogenannte Referenzalter. Fragen und Erwägungen zu diesem bevorstehenden Ereignis meiner Pensionierung haben meine Frau Sabine und mich in den vergangenen Monaten beschäftigt. Wir müssen dann aus dem Pfarrhaus in Thürnen, in dem wir uns sehr wohl gefühlt haben, ausziehen.Ich selber möchte nach dem 65. Lebensjahr noch in einem Teilpensum weiterarbeiten. Beides – zukünftige Wohnsituation und Arbeitsplatz – hängt miteinander zusammen und muss früh- und rechtzeitig angedacht und geplant werden. Daher haben wir uns entschieden, uns noch einmal neu zu orientieren und unseren zukünftigen Weg an anderem Ort weiterzugehen. Ich werde ab 1. November 2026 eine Pfarrstelle in der Reformierten Kirchgemeinde Worb (BE), zunächst im Pensum von 60%, antreten und auch dort oder in der näheren Umgebung wohnen. Wir sind gerade intensiv auf Wohnungssuche. Die Kirchenpflege habe ich über unsere Gedanken und den Entscheid rechtzeitig in Kenntnis gesetzt, und wir haben beraten, wie ein Übergang für die Kirchgemeinde am besten zu leisten ist: wir haben vereinbart, dass ich bis zum 30. Juni 2027 im Pensum von 40% weiterbeschäftigt bleibe, damit ich alles, was ich begonnen habe, noch zu Ende führen, und alles, was an Projekten und Arbeitsaufgaben noch läuft und ansteht, in treue Hände übergeben kann.

Wir möchten es aber bereits an dieser Stelle nicht versäumen, unsere tiefe Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen für 22 Jahre Dienst in der Kirchgemeinde Sissach Wintersingen und vor allem für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung.

Gerd Sundermann, Pfarrer